Logo Stadt Regensburg

Ausstellung „Spaces of Solidarity“ im M26 macht solidarische Räume zwischen Berlin und Regensburg sichtbar

Bis zum 19. April 2025 läuft die Ausstellung „Spaces of Solidarity“ in der kulturellen Zwischennutzung M26 (Maximilianstraße 26) im Rahmen der Baukulturtage „Räume für alle?!“.

Fotografie - Gäste der Ausstellung zusammen mit Kulturreferent Wolfgang Dersch © Teambauwärts Anja Ebert

Die Elemente der Berliner Ausstellung „Spaces of Solidarity“, von der DFG und der Berlin University Alliance geförderten Forschungsprojekts „Transforming Solidarity“, zeigen Berliner Projekte aus den Bereichen Wohnen, Arbeit und Gesundheit. Sie weisen exemplarisch darauf hin, welche solidarische Zukunft möglich ist. Diese werden durch verschiedene solidarische Räume aus Regensburg ergänzt, die das Team von „bauwärts“ in die Ausstellung integriert.

Berliner Leih-Ausstellung „Spaces of Solidarity“

Das Projekt wurde von der interdisziplinären Forschungsgruppe „Transforming Solidarities“ initiiert. In Zusammenarbeit mit anderen Projekten und Initiativen wurde die Ausstellung „Spaces of Solidarity“ erarbeitet. Studierende und Lehrende der Theorie-Praxis-Seminare an der Technischen Universität, der Humboldt Universität und der Freien Universität Berlin haben sich dafür in einen engen Austausch mit Vereinen, Initiativen, Akteurinnen und Akteuren aus verschiedenen Bereichen begeben und gemeinsam Wissen zu solidarischen Praktiken erarbeitet.

So wurde beispielsweise während der Corona-Pandemie der solidarische Zusammenschluss der Lieferanten auf seine Wirkungsebenen untersucht – von ersten Protestaktionen gegen schlechte Arbeitsbedingungen bis hin zur Gründung einer Gewerkschaft. Die untersuchten Fälle sind grafisch aufbereitet und werden durch illustrierte Plakate den Besuchenden vermittelt.

Solidarische Räume in Regensburg

Solidarität wird auch in Regensburg in vielen verschiedenen Räumen gelebt. Deshalb wird die Ausstellung durch zahlreiche Beiträge lokaler Organisationen und Initiativen ergänzt, die sich ebenfalls im M26 vorstellen.

Einer dieser Räume ist die „Küche für Alle“. In der Hemauerstraße können Bedürftige alle zwei Wochen etwas essen. Eingeladen sind aber auch Menschen, die nicht unmittelbar von Hunger oder Not betroffen sind. Das Angebot der „Küche für Alle“ richtet sich ausnahmslos an alle.

Der „Kulturviertel e.V.“ ist als Kollektiv von Künstlerinnen und Künstlern, Kreativen und kunstinteressierten Menschen im Kasernenviertel ansässig. Der Verein nutzt die ehemalige Prinz-Leopold-Kaserne als Kulturzentrum und gestaltet sie gleichzeitig als solidarischen Raum. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, kreative Selbstinitiative zu fördern und einen gemeinwohlorientierten Raum für kulturellen Austausch zu schaffen.

Dass der Begriff Solidarität vielfältig interpretiert werden kann, zeigt der „SolaWIR e. V.“ aus Kareth im Norden von Regensburg. Solidarisch gestaltetet Landwirtschaft trägt zum Erhalt oder zur erneuten Etablierung kleinbäuerlicher Strukturen in der Region bei und fördert einen achtsamen und nachhaltigen Umgang mit der Natur.

Der „CampusAsyl e. V.“ setzt sich seit 2015 für die gleichberechtigte Teilhabe geflüchteter Menschen am Leben in Regensburg ein. An den Aktionen beteiligen sich daneben auch viele Menschen ohne Fluchtgeschichte. Von Studierenden bis zu Rentnerinnen und Rentnern sind die Mitglieder in über zwanzig Gruppen organisiert und beschäftigen sich unter anderem mit den Themen „Frauenförderung“ und „Unterstützung in Bildungsprozessen“.

Kultur und die damit verbundene gesellschaftliche Teilhabe ist nicht für alle Menschen finanzierbar. Seit zehn Jahren versucht der „KulTür Regensburg e. V.“  dem entgegenzuwirken. Mit kostenlosen Kulturtickets, kreativen Projekten und solidarischer Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen sowie sozialen Partnern gestaltet der Verein ein vielfältiges und inklusives Kulturangebot, das für alle zugänglich ist.

Auf dem Bauspielplatz können auch Kinder und Jugendliche Solidarität erleben. Der Verein „Regensburger Eltern e. V.“ hat dieses Projekt 2017 ins Leben gerufen. Kinder und Jugendliche ab acht Jahren können dort planen, mit echtem Werkzeug bauen und frei spielen. Das entsprechende Baumaterial wird zur Verfügung gestellt. An zwei Tagen im Monat ist auch die Familie eingeladen, den Nachmittag auf dem Platz zu verbringen.

Der Nachbarschafts- und Projektraum „Kaufladen für Erwachsene“ schafft Raum für Begegnung, Nachbarschaftshilfe, Alltags- und Subkultur. Im „Kaufladen für Erwachsene“ beteiligen sich Menschen jeden Alters und unterschiedlicher sozialer Herkunft. Sie haben einen eigenen Schlüssel zum Gebäude und übernehmen gemeinsam Verantwortung.

Der „Werkhof“ ist ein soziales Beschäftigungsunternehmen und ein Inklusionsbetrieb. Lehrwerkstätten, Handwerksbereiche, Dienstleistungsbereiche und die Gebrauchtwarenhäuser bieten Menschen jeder Kultur eine Möglichkeit der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt oder der Mitarbeit im Betrieb.

Der „Mucks Maus Wild e. V.“ bietet niedrigschwellige Räume für Kunst und Kultur an. Die Angebote sind kostenlos. Die Instandhaltung des Gebäudes wird durch Spenden finanziert. Der Verein füllt das leerstehende Gebäude im Minoritenweg 23 mit verschiedenen Werkstätten und Gemeinschaftsräumen mit Leben.

Kuratorische Leitung

Die Ausstellung „Spaces of Solidarity“ wurde unter der kuratorische Leitung von Dr. Moritz Ahlert und Prof. Dr. Anna Steigemann erarbeitet und in Zusammenarbeit mit dem DIMAS - dem Department für Interdisziplinäre und Multiskalare Area Studies an der Universität Regensburg und in Kooperation mit „bauwärts“ nach Regensburg geholt und darauf angepasst und durch Regensburger Beispiele, gemeinsam mit „bauwaerts“, ausgewählt und aufbereitet.

Die Ausstellung „Spaces of Solidarity“ ist vom 2. bis 19. April 2025 montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr und samstags ab 15 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen sind auf der Website des M26 zu finden.

Bilder der AusstellungBilder der AusstellungBilder der Ausstellung